Ist AIDA eigentlich ein deutsches Unternehmen?
Wer an Kreuzfahrten in Deutschland denkt, hat sofort die markanten Kussmund-Schiffe von AIDA Cruises vor Augen. Die Marke ist fest im deutschen Tourismusmarkt verankert, die Bordsprache ist Deutsch, und der Heimathafen der Flotte liegt im mecklenburgischen Rostock. Doch wer zieht hinter den Kulissen wirklich die Fäden?
Die Antwort überrascht viele: Rechtlich gesehen ist AIDA kein rein deutsches Unternehmen. Die Reederei gehört vertraglich zu Costa Crociere, einem traditionsreichen Kreuzfahrtunternehmen mit Sitz im italienischen Genua. Damit hört die internationale Verflechtung aber noch nicht auf. Costa – und somit auch AIDA – ist Teil der Carnival Corporation & plc. Dieser amerikanisch-britische Gigant ist der größte Kreuzfahrtkonzern der Welt, zu dem auch andere bekannte Marken wie Princess Cruises oder die Queen Mary 2 von Cunard gehören.
Die Erfolgsgeschichte begann im Jahr 1996, als das erste Schiff, die damalige AIDAcara, unter dem schlichten Namen „AIDA“ in See stach und das Konzept der ungezwungenen Clubschiffe revolutionierte. Auch wenn die Gewinne heute letztlich in die USA fließen und die Schiffe unter italienischer Flagge fahren: Das Herz von AIDA schlägt nach wie vor in Rostock, wo das Management die Reisen speziell für den deutschsprachigen Markt maßschneidert.
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