Warum gibt es nicht überall Jahreszeiten?

Wenn man im Sommerurlaub von Deutschland nach Australien fliegt, ist es am Ziel oft kalt – vielleicht sogar Winter. Das liegt daran: Die Jahreszeiten sind auf der Erde nicht überall gleich. Im Norden und Süden unseres Planeten gibt es Sommer, Herbst, Winter und Frühling, doch ihr Wechsel hängt davon ab, auf welcher Halbkugel man sich gerade befindet.

Die Erde ist leicht gekippt und dreht sich um die Sonne. Dadurch bekommt eine Halbkugel mal mehr, mal weniger Sonnenlicht – das sorgt für die wechselnden Jahreszeiten. Wenn auf der Nordhalbkugel Sommer ist, ist auf der Südhalbkugel Winter, und umgekehrt.

Doch am Äquator, also in der Mitte der Erde, bleibt das Klima das ganze Jahr über ähnlich warm und feucht. Es gibt dort keine echten Jahreszeiten, sondern oft nur eine Regen- und eine Trockenzeit. Länder wie Kenia, Kolumbien oder Indonesien erleben deshalb kaum Temperaturunterschiede im Laufe des Jahres.

Die Menschen in diesen Regionen planen ihren Alltag und die Landwirtschaft meist nach Niederschlägen statt nach Jahreszeiten. In Deutschland dagegen freuen wir uns im Mai über warme Sonnentage und im Dezember vielleicht über Schnee – beides ist in Äquatornähe kaum vorstellbar.

Also nein: Die gleichen Jahreszeiten gibt es nicht auf der ganzen Welt. Was bei uns Winter ist, kann gleichzeitig Sommer auf der anderen Seite der Erde sein. Die Vielfalt unserer Erde macht das Klima so spannend und unterschiedlich – je nach Standort der Sonne und der Erdneigung.

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