Darf man rohen Plätzchenteig essen?

Die Versuchung ist groß – besonders in der Weihnachtszeit: Der frisch angerührte Plätzchenteig duftet verführerisch, und ein Löffel davon probiert sich fast von selbst. Doch Vorsicht: Roher Teig sollte besser nicht verzehrt werden, denn er birgt gesundheitliche Risiken.

Ein Grund: rohes Mehl. Es ist kein sterilisiertes Produkt und kann krankheitserregende Keime wie EHEC-Escherichia coli enthalten. Solche Bakterien überleben nur, wenn das Mehl erhitzt wird – also beim Backen. Bis dahin sind sie im rohen Zustand aktiv und können Durchfall, Erbrechen oder sogar schwerwiegende Komplikationen auslösen, besonders bei Kindern, Schwangeren oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Doch nicht nur das Mehl ist problematisch. Auch Backpulver und Hefe sollten nicht pur oder roh verzehrt werden. Backpulver enthält Säuerungsmittel und Natriumbikarbonat, das im Körper unter bestimmten Bedingungen unangenehme Reaktionen wie Völlegefühl oder Übelkeit hervorrufen kann. In größeren Mengen könnte es sogar das Säure-Basen-Gleichgewicht stören.

Backhefe wiederum ist zwar essbar, aber roh kann sie im Magen unangenehm aufgehen, was zu Blähungen führt. Zudem ist sie für den Einsatz im Teig gedacht – nicht für den direkten Löffelgenuss.

Die gute Nachricht: Nach dem Backen ist der Teig unbedenklich. Die Hitze im Ofen tötet die Keime ab, und Backpulver sowie Hefe haben dann ihre Funktion erfüllt. Also – genieße deine Plätzchen ruhig mit Hingabe, aber lass den rohen Teig besser im Schüsselchen. Dein Magen wird es dir danken.

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