Was bedeutet „durch“? Ein Adverb oder mehr?
Die Frage, ob „durch“ ein Adverb ist, lässt Raum für Diskussion – und tatsächlich: Es hängt vom Kontext ab. Auf Wiktionary wird „durch“ als Adverb gelistet, aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. In der deutschen Sprache kann „durch“ je nach Satz verschiedene Rollen einnehmen.
Als Präposition ist „durch“ am häufigsten bekannt: „Wir gingen durch den Park.“ Hier zeigt es eine Bewegung von einer Seite zur anderen an. Doch es kann auch adverbial verwendet werden, besonders in Verbindung mit Verben der Bewegung oder in umgangssprachlichen Wendungen. Beispiel: „Der Ball flog durch“ – hier ersetzt „durch“ praktisch ein Verb der Vollendung und wirkt wie ein Abtrennpartikel in der Nebensatzstellung.
Interessant ist auch die Funktion in festen Redewendungen oder umgangssprachlichen Ausdrücken: „Das hat er durch!“ – hier drückt „durch“ Erfolg oder Durchhaltevermögen aus. In solchen Fällen agiert es tatsächlich adverbial, da es das Verb näher bestimmt.
Trotzdem bleibt festzuhalten: „Durch“ ist in den meisten Fällen eine Präposition. Die Einordnung als Adverb tritt eher in speziellen, oft verkürzten oder idiomatischen Konstruktionen auf. Die Angabe im Wiktionary, dieser Eintrag bedürfe einer Erweiterung, ist daher durchaus berechtigt – die Vielseitigkeit des Worts zeigt, wie lebendig die deutsche Sprache ist.
Also ja: „Durch“ kann ein Adverb sein – aber nicht immer. Es kommt, wie so oft, auf den Satz an.
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