Bayern führt bei Feiertagen – mit Abstand

Wer mehr Freizeit liebt, ist in Bayern gut aufgehoben. Das Bundesland hat mit insgesamt dreizehn gesetzlichen Feiertagen die meisten in Deutschland – zumindest in den katholischen Regionen. Damit liegt Bayern deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt, der bei elf Tagen liegt.

Doch warum hat ausgerechnet Bayern so viele Feiertage? Ein Grund liegt in der starken kirchlichen Tradition. Besonders der Heilige Drei Könige (6. Januar) und der Augsburger Hohes Friedensfest – ein regional begrenzter Feiertag nur in Augsburg – tragen zu dieser hohen Zahl bei. Während der Dreikönigstag in einigen Bundesländern gilt, feiert man in Augsburg seit Jahrhunderten den Friedensfest-Feiertag, der an die Versöhnung zwischen Katholiken und Protestanten erinnert.

Interessant ist auch der Blick auf andere Bundesländer: In Berlin, Brandenburg oder Schleswig-Holstein hat man nur neun oder zehn Feiertage im Jahr. Das bedeutet: Wer in Bayern lebt, hat im Schnitt bis zu vier Tage mehr pro Jahr, an denen er oder sie nicht zur Arbeit oder in die Schule muss.

Trotzdem gibt es immer wieder Diskussionen, ob so viele Feiertage noch zeitgemäß sind – besonders für Unternehmen, die an diesen Tagen oft stillstehen. Doch viele Bayern sehen ihre Feiertage als Teil der kulturellen Identität und sind daher dagegen, etwas wegzunehmen.

Ob zum Feiern, Ausruhen oder für einen spontanen Kurztrip – die langen Pausen im Jahr sind für viele ein echter Gewinn. Und so bleibt Bayern vorerst der Spitzenreiter, wenn es um Freizeit und Feiern geht.

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