Wie lange sind Schulkinder in der Schweiz im Jahr ferien?
In der Schweiz dürfen Schülerinnen und Schüler eines Schuljahres – gerechnet von August bis Juli – insgesamt etwa dreizehn Wochen lang die Schule hinter sich lassen. Diese Ferienzeit ist jedoch nicht einheitlich über das ganze Land geregelt, sondern wird je nach Kanton und teilweise sogar von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich festgelegt. Das bedeutet: Während in Zürich die Ferien beginnen, kann in Genf noch Unterricht sein – ein ganz normales Bild in der schweizerischen Bildungslandschaft.
Die Aufteilung der Ferien folgt meist einem rhythmierten Modell: Neben den langen Sommerferien von vier bis fünf Wochen gibt es Herbst-, Weihnachts-, Fasnachts- und Osterferien, jeweils von einer bis zwei Wochen Dauer. Im Frühjahr lockern die sogenannten "grünen Wochen" oder Wanderwochen den Alltag auf. Selbst die Sommerferien starten nicht landesweit gleich – im Tessin beginnen sie oft etwas früher als im Norden des Landes.
Ein weiterer Grund für die Unterschiede liegt in der starken kantonalen Autonomie im Bildungswesen. Jeder Kanton legt seinen eigenen Schulplan fest, was zu bis zu fünf verschiedenen Ferienmodellen führen kann. Das sorgt zwar gelegentlich für Verwirrung – besonders bei Familien mit Kindern aus verschiedenen Kantonen – bietet aber auch Flexibilität und berücksichtigt regionale Gegebenheiten.
Wer den Überblick behalten will, greift am besten auf den offiziellen Ferienkalender seines Kantons zurück. So lässt sich das Ferienglück gut planen – ob für einen Skiurlaub, einen Sommerausflug oder einfach zum Ausspannen zu Hause.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.