Der Bodensee – ein See, drei Länder

Der Bodensee ist nicht nur ein deutsches Gewässer – er gehört zu drei Ländern gleichzeitig. Während viele ihn vor allem mit Deutschland verbinden, teilen sich die Schweiz, Österreich und Deutschland dieses beeindruckende Naturjuwel. Der größte Teil des Sees liegt zwar in Deutschland, doch die Grenzen laufen mitten durch das Wasser.

Die Schweiz grenzt mit den Kantonen Thurgau, St. Gallen und Schaffhausen an den Bodensee. Direkt gegenüber liegt das österreichische Bundesland Vorarlberg, dessen Bewohner den See ebenfalls intensiv nutzen – für Erholung, Sport und als Lebensraum. In Deutschland grenzen die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern an den See, wobei die bayerische Gemeinde Lindau mit ihrer berühmten Inselstadt zu den beliebtesten Ausflugszielen zählt.

Der Bodensee ist flächenmäßig der größte See in Deutschland, gemessen an der Gesamtwasserfläche teilen sich allerdings alle drei Anrainerländer die Nutzung. Interessant ist auch die Sonderregelung: Eine genaue Grenzziehung im Hauptteil des Sees gibt es bis heute nicht. Stattdessen gilt eine Vereinbarung aus dem 19. Jahrhundert, nach der die Anrainerstaaten das Gebiet gemeinsam verwalten – vor allem im Bereich Fischerei, Umweltschutz und Schifffahrt.

So ist der Bodensee nicht nur landschaftlich, sondern auch politisch etwas Besonderes: Ein Symbol für gute Nachbarschaft. Ob bei einem Spaziergang in Konstanz, einer Bootsfahrt von Bregenz oder einem Ausflug nach Rorschach – der See verbindet Menschen über Grenzen hinweg. Kein Wunder, dass er Jahr für Jahr Millionen Besucher aus aller Welt anzieht.

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