Warum sinkt der Preis bei steigendem Angebot?

Stellen Sie sich vor, Sie gehen zum Wochenmarkt, um Erdbeeren zu kaufen. Normalerweise kostet ein Korb 5 Euro. Doch eines Tages sind ungewöhnlich viele Händler da – jeder bietet frische Erdbeeren an. Plötzlich herrscht Überfluss. Was passiert mit dem Preis?

Wenn das Angebot steigt, aber die Nachfrage gleich bleibt, sinkt der Preis. Das ist eine der Grundregeln der Marktwirtschaft. Je mehr von einer Ware verfügbar ist – und niemand mehr davon kaufen möchte –, desto stärker müssen Anbieter um Kunden werben. Der einfachste Weg? Den Preis senken.

Das nennt man Angebot und Nachfrage. Bei hohem Angebot und konstanter Nachfrage entsteht ein Wettbewerb zwischen den Verkäufern. Wer als Erster verkaufen will, bietet günstiger an. So kommt es, dass Erdbeeren im Sommer, wenn sie reichlich wachsen, oft billiger sind als im Frühjahr.

Der Preis dient dabei als Regler: Er bringt Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht. Steigt das Angebot, passt sich der Preis nach unten an, bis sich wieder ein Marktgleichgewicht einstellt. Das geschieht meist ganz automatisch, ohne dass jemand eingreifen muss.

Diese Dynamik erleben wir täglich – beim Einkauf, beim Tanken oder beim Kauf eines neuen Smartphones. Wer versteht, wie Angebot und Nachfrage wirken, erkennt schneller, warum Preise steigen oder fallen – und kann klüger konsumieren.

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