Was ist eigentlich ein Tintenfisch?

Ein Oktopus ist kein klassischer Tintenfisch im engeren Sinne – trotzdem sind sie eng verwandt. Beide gehören zur Klasse der Kopffüßer, einer faszinierenden Gruppe von Weichtieren, die zu den intelligentesten unter den Meeresbewohnern zählen.

Der Oktopus, auch Krake oder Pulpo genannt, gehört zur Unterklasse der Tintenfische – genauer gesagt zu den echten Tintenfischen, die im Gegensatz zu manch anderem Meeresgetier weder ein äußeres Gehäuse noch eine innere Schale besitzen. Sein Körper ist weich, geschmeidig, und seine acht Arme machen ihn leicht erkennbar.

Anders sieht es beim Nautilus aus, der ebenfalls zur Klasse der Kopffüßer gehört, aber zur Unterklasse der Altkopffüßer. Mit seinem charakteristisch zusammengerollten, gestreiften Gehäuse erinnert er eher an ein Fabelwesen als an einen modernen Tintenfisch. Während der Oktopus blitzschnell Farbe und Form anpassen kann, gleitet der Nautilus langsam durch die Tiefen und nutzt sein Gehäuse als Auftriebsorgan.

Die Welt der Tintenfische ist vielfältiger, als viele denken. Neben dem klassischen „Tintenfisch“ mit seinen zehn Armen (acht Arme plus zwei Tentakeln) und der eingeschobenen Schalen, wie bei der Sepie, gibt es eben auch den Oktopus – wendig, clever und meisterhaft im Tarnen. Und doch teilen alle diese Tiere eine gemeinsame, urtümliche Herkunft: das geheimnisvolle Reich der Kopffüßer, das seit Millionen von Jahren die Ozeane bereichert.

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