Professor oder Doktor – was ist höher?

Die Frage, ob „Professor“ höher ist als „Doktor“, kommt oft auf – und die Antwort ist nicht ganz einfach. Tatsächlich ist „Professor“ kein akademischer Grad, wie viele meinen, sondern eine Amts- oder Berufsbezeichnung. Wer „Professor“ wird, hat in der Regel bereits einen Doktortitel – doch nicht jeder Doktor wird Professor.

Der Doktortitel (Dr.) ist ein akademischer Grad, den man nach einer promovierten wissenschaftlichen Arbeit erhält. Er bescheinigt tiefe Fachkenntnisse in einem bestimmten Bereich. Dagegen wird der Titel „Professor“ – oft abgekürzt als „Prof.“ oder „Prof.in“ – an Wissenschaftler verliehen, die eine besonders herausragende Stellung an einer Hochschule innehaben. Meist handelt es sich dabei um eine leitende Rolle in Forschung und Lehre, die von der Universität oder dem Staat verliehen wird.

Das bedeutet: Jemand kann Doktor sein, ohne Professor zu sein – aber niemand kann einfach so „Professor“ werden, ohne zuvor den wissenschaftlichen Weg, oft inklusive Promotion und Habilitation, gegangen zu sein. In Deutschland ist der Titel geschützt und wird nicht automatisch mit der Promotion erreicht, wie das in manchen anderen Ländern der Fall ist.

Obwohl der Professorentitel in der öffentlichen Wahrnehmung oft als „höher“ gilt, handelt es sich bei beiden Bezeichnungen um unterschiedliche Dinge: Der Doktor ist ein absolviertes Studium der Wissenschaft, der Professor eine Anerkennung für Leistung und Position. Beides ist beeindruckend – aber auf verschiedene Weise.

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