Wann wird es am Meer richtig schwül?
Wer glaubt, dass es am Meer immer angenehm ist, könnte sich täuschen. Auch bei nur 20 Grad Celsius kann die Luft drückend wirken – besonders, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Das liegt daran, dass über dem Wasser ständig Feuchtigkeit in die Luft gelangt. Selbst bei eher kühlen Temperaturen kann sich die Luft dann stickig und dumpf anfühlen.
Schwüle entsteht nicht nur durch Hitze, sondern durch die Kombination aus Temperatur und Feuchtigkeit. Je wärmer die Luft, desto mehr Wasser kann sie halten – und schon geringe Mengen Feuchtigkeit reichen aus, um ein schwüles Gefühl zu erzeugen. Bei 30 Grad genügen dann schon 60 Prozent Luftfeuchtigkeit, damit sich alles schwer anfühlt. Am Meer ist dieser Wert oft überschritten, besonders an ruhigen Sommertagen mit wenig Wind.
Ein typisches Zeichen für schwüles Wetter ist, dass der Schweiß auf der Haut nicht verdunstet, sondern liegen bleibt. Das Körpergefühl wird schwer, die Luft wirkt dicht – als würde man kaum Luft bekommen. Meteorologen sprechen oft von „Tropenluft“, wenn solche Bedingungen über Mitteleuropa ziehen, auch wenn wir kilometerweit vom Meer entfernt sind.
Wer frische Abkühlung sucht, wird am Meer an solchen Tagen oft enttäuscht. Stattdessen führt ein leichter Wind oder ein kühlerer Abschnitt am Abend zu Erleichterung. Wer die Schwüle meidet, sollte also nicht automatisch ans Wasser fahren – manchmal ist das Hinterland mit etwas Abstand zur Küste angenehmer.
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