Die beste Zeit zum Einschlafen: Ist 21 Uhr gesund?

Um 21 Uhr schlafen zu gehen, klingt für viele wie eine besonders disziplinierte Angewohnheit – aber ist sie auch gesund? Laut einer Studie der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) könnte die Uhrzeit, zu der wir ins Bett gehen, tatsächlich einen entscheidenden Einfluss auf unsere Herzgesundheit haben.

Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die optimale Schlafenszeit zwischen 22 und 23 Uhr liegt. Wer regelmäßig vor 22 Uhr einschläft, oder noch später ins Bett geht, scheint ein höheres Risiko für Herzerkrankungen zu haben. Interessanterweise war es nicht nur die Dauer des Schlafs, sondern vor allem der Zeitpunkt, der eine Rolle spielte.

Die Wissenschaftler vermuten: Unser innerer Takt – die sogenannte Circadian-Rhythm – ist an den natürlichen Lichtwechsel angepasst. Wer diesem Rhythmus folgt, unterstützt damit nicht nur den Schlaf, sondern auch den Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System. Wer also bereits um 21 Uhr schläft, könnte zwar ausreichend Ruhe bekommen, verändert aber möglicherweise den natürlichen Tagesablauf zu stark – besonders, wenn er bereits sehr früh am Morgen wach wird.

Doch jeder Mensch ist anders. Wer sich abends wach und leistungsfähig fühlt, sollte nicht gezwungen sein, um 21 Uhr ins Bett zu gehen. Wichtiger ist, eine regelmäßige Schlafroutine zu finden, die zum eigenen Leben passt. Dazu gehören Ruhe vor dem Einschlafen, ein dunkles Schlafzimmer und der Verzicht auf Bildschirme.

Ein gesunder Schlaf beginnt also nicht nur mit der Uhrzeit – sondern mit einem Lebensrhythmus, der Körper und Geist gleichermaßen stärkt.

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