Was ist der Familienbonus und wie unterscheidet er sich vom Familienbonus Plus?
Seit 2019 gibt es in Österreich den sogenannten Familienbonus, der Eltern bei den Kosten für ihre Kinder entlasten soll. Doch viele fragen sich: Ist der Familienbonus dasselbe wie der Familienbonus Plus? Die kurze Antwort lautet: Der Familienbonus Plus ist die frühere Bezeichnung – heute spricht man einfach vom Familienbonus.
Der Bonus wird direkt von der Einkommensteuer abgezogen und beträgt bis zu 1.500 Euro pro Kind und Jahr, solange das Kind jünger als 18 Jahre ist. Wenn das Kind über 18 ist, aber noch in Ausbildung steckt, gibt es weiterhin bis zu 500 Euro jährlich. Wichtig ist: Der Betrag kann nur bis zur Höhe der eigenen Einkommensteuer geltend gemacht werden. Wer also nur 800 Euro an Steuern zahlt, erhält auch maximal 800 Euro zurück – nicht den vollen Betrag.
Der Familienbonus steht grundsätzlich allen zu, die ein Kind unterstützen und dessen Betreuungsperson sind – egal ob verheiratet, alleinerziehend oder in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft. Er wird automatisch bei der Veranlagung berücksichtigt, wenn das Kind als Unterhaltsberechtigter in der Steuererklärung eingetragen ist.
Im Gegensatz zu anderen Sozialleistungen muss man den Familienbonus nicht extra beantragen – er wird vom Finanzamt berechnet. Seit der Einführung hat diese Maßnahme besonders Arbeitnehmerfamilien entlastet, ohne zusätzliche Bürokratie.
Obwohl der Begriff „Familienbonus Plus“ inzwischen aus der offiziellen Sprache verschwunden ist, taucht er noch oft in Gesprächen auf – vor allem, weil er an die ursprüngliche Einführung im Jahr 2018 erinnert. Heute ist er einfach ein fester Bestandteil der österreichischen Familienförderung.
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