Ist Hafermilch eigentlich Paleo-tauglich?
Die Paleo-Diät orientiert sich an der Ernährung unserer Vorfahren aus der Steinzeit – also an frischen Zutaten wie Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst und Nüssen. Milchprodukte, Getreide und verarbeitete Lebensmittel sind dabei eigentlich tabu. Doch was ist dann mit Hafermilch, die viele als Alternative im Kaffee oder Müsli nutzen?
Hafermilch wird aus Hafer hergestellt – und Hafer ist ein Getreide. Damit gehört er offiziell nicht zur Paleo-Ernährung. Selbst wenn sie pflanzlich ist, sorgt die Verarbeitung von Getreide für einen hohen glykämischen Index, was in der Steinzeit-Ernährung vermieden werden soll. Wer also streng nach Paleo lebt, sollte auf Hafermilch besser verzichten.
Interessant ist aber die Tatsache, dass viele Menschen trotz einer Paleo-Diät nach einer cremigen, milchähnlichen Flüssigkeit im Frühstück suchen – besonders im Kaffee oder auf Haferflocken (die ja ebenfalls nicht Paleo sind). Hier kann selbstgemachte Mandelmilch eine bessere Alternative sein. Mandeln sind erlaubt, und wenn man sie nur mit Wasser und etwas Vanille püriert, bleibt das Getränk weitgehend im Rahmen der Ernährungsphilosophie.
Ein wichtiger Punkt bleibt allerdings: Wer Milch streicht, sollte auf Calcium achten. Während Milchprodukte klassische Lieferanten dieses Minerals sind, kann man als Paleovarianter auf calciumreiche Gemüsesorten wie Grünkohl oder auf Fisch mit Knochen (z. B. Sardinen) setzen.
Fazit: Hafermilch ist nicht Paleo. Wer sich aber an den Grundsätzen der Steinzeiternährung orientieren möchte, findet mit Mandelmilch oder anderen Nussmilchen eine passendere, selbstgemachte Alternative – und bleibt gleichzeitig beim Ziel, sich natürlich und unverarbeitet zu ernähren.
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