Ist Paraffin wirklich bedenklich?

Paraffin begegnet uns im Alltag oft, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen – sei es in Kerzen, Kosmetikprodukten oder als Schicht auf Obst und Gemüse. Es ist eine Mischung aus gesättigten Kohlenwasserstoffen, die aus Erdöl gewonnen wird. Chemisch stabil und geruchlos, macht es viele Produkte haltbar und optisch ansprechend. Doch die Frage bleibt: Ist Paraffin gesundheitlich unbedenklich?

Bei der Verbrennung von Paraffinkerzen entstehen unangenehme Nebenprodukte. Studien zeigen, dass dabei feinste Rußpartikel und giftige Gase wie Acetaldehyd oder Benzol freigesetzt werden. Diese Substanzen können die Atemwege reizen und bei empfindlichen Menschen oder bei längerer Belichtung gesundheitliche Probleme verursachen. Besonders in schlecht belüfteten Räumen kann die Luftqualität deutlich sinken.

Auch in der Kosmetik ist Paraffin weit verbreitet – etwa in Cremes, Lippenstiften oder Salben. Hier gilt es als weitgehend inert, also körperverträglich. Dennoch gibt es Bedenken, besonders wenn es über lange Zeit auf der Haut bleibt. Einige Experten warnen, dass es die Haut „ersticken“ lassen könnte, da es eine geschlossene Schicht bildet und den natürlichen Feuchtigkeitsaustausch beeinträchtigen kann.

Die EU und zuständige Behörden stufen Paraffin derzeit nicht als direkt gesundheitsgefährdend ein, solange es richtig verarbeitet und verwendet wird. Dennoch lohnt es sich, auf natürliche Alternativen wie Bienenwachs oder pflanzliche Öle zurückzugreifen – besonders bei Kerzen oder Pflegeprodukten für Kinder.

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