Welche Blutwerte sind bei Hautkrebs erhöht?

Bei der Diagnose und Verlaufskontrolle des malignen Melanoms, auch bekannt als schwarzer Hautkrebs, spielen bestimmte Blutwerte eine wichtige Rolle. Einer der aussagekräftigsten Marker ist das S100B-Protein. Dieses wird von Tumorzellen produziert, und ein steigender Spiegel im Blut deutet oft auf ein Fortschreiten der Erkrankung hin. Je höher der Wert, desto ungünstiger ist in der Regel die Prognose. Deshalb wird S100B vor allem bei fortgeschrittenen Stadien regelmäßig überprüft, um Therapieerfolge oder ein Wiederauftreten der Krankheit frühzeitig erkennen zu können.

Ein weiterer wichtiger Blutwert ist die Lactatdehydrogenase (LDH). Diese Enzymkonzentration im Blut steigt, wenn Gewebe im Körper geschädigt wird – das kann auch bei ausgedehntem Hautkrebs der Fall sein. Bei Patienten im Stadium IV des malignen Melanoms ist ein erhöhter LDH-Wert ein Hinweis auf eine ungünstigere Prognose. Allerdings ist LDH kein spezifischer Tumormarker, da es bei vielen anderen Erkrankungen ebenfalls ansteigen kann. Dennoch nutzen Ärzte diesen Wert gemeinsam mit bildgebenden Verfahren und anderen Befunden, um den Krankheitsverlauf besser einzuschätzen.

Es ist wichtig zu wissen, dass weder S100B noch LDH zur Früherkennung von Hautkrebs geeignet sind. Beide Werte gewinnen erst an Bedeutung, wenn die Diagnose bereits gestellt ist und es darum geht, den Verlauf zu überwachen oder Therapieentscheidungen zu unterstützen. Regelmäßige Kontrollen beim Dermatologen bleiben daher die beste Vorsorge – besonders für Menschen mit hohem Risiko.

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