IQOS und die Lunge: Weniger Schaden oder nur vermeintlich sicherer?

Seit der Markteinführung von Tabakerhitzern wie IQOS wird immer wieder behauptet, sie seien eine gesündere Alternative zur herkömmlichen Zigarette. Doch was sagt die Wissenschaft wirklich? Die aktuelle Studienlage deutet darauf hin, dass der Schaden für die Lunge kaum geringer ist als beim Rauchen von normalen Zigaretten.

Insbesondere unabhängige, also nicht von der Tabakindustrie finanzierte Untersuchungen zeigen ein kritisches Bild: Auch bei IQOS wird Tabak erhitzt – wenn auch ohne Verbrennung. Das bedeutet zwar, dass einige schädliche Substanzen in geringerer Menge freigesetzt werden, doch die Inhalation von Aerosolen belastet die Atemwege nach wie vor erheblich. Forscher beobachten bei Nutzern von Tabakerhitzern ähnliche negative Veränderungen in der Lungenfunktion wie bei Rauchern.

Ein entscheidender Punkt bleibt: Die Datenlage ist noch lückenhaft. IQOS & Co. sind erst seit wenigen Jahren verbreitet, Langzeitstudien fehlen weitgehend. Das macht verlässliche Aussagen schwierig. Dennoch deuten die bisherigen Befunde darauf hin, dass ein echter gesundheitlicher Vorteil für die Lunge nur minimal ist – wenn überhaupt vorhanden.

Experten warnen davor, Tabakerhitzer als „sichere“ Lösung zu betrachten. Wer aufhören will, ist mit einem vollständigen Rückzug vom Nikotin am besten beraten. Denn auch wenn die Dosis an Schadstoffen etwas geringer sein mag – die Lunge bleibt betroffen. Die Hoffnung auf eine risikoarme Alternative hält sich bislang in Grenzen.

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