IQOS und die Lunge: Ist „Erhitzen statt Verbrennen“ wirklich sicherer?
Seit der Einführung von IQOS wird geworben, dass das System – das Tabak erhitzt anstatt ihn zu verbrennen – weniger schädlich für die Gesundheit sei als herkömmliche Zigaretten. Doch aktuelle Forschung stellt diese Behauptung zunehmend in Frage. Eine Studie vom 03.06.2024, die die Auswirkungen einer 24-wöchigen IQOS-Exposition untersuchte, zeigt beunruhigende Ergebnisse.
Im Vergleich zu Nichtrauchern zeigten Versuchstiere, die kontinuierlich IQOS-Dampf ausgesetzt waren, ein deutliches Gewichtsverlust, eingeschränkte Lungenfunktion und Anzeichen verstärkter Entzündungen in den Atemwegen. Außerdem wurde ein höherer oxidativer Stress in der Lunge gemessen – ein bekannter Risikofaktor für chronische Atemwegserkrankungen wie COPD oder Lungenfibrose.
Das Entscheidende: Die gesundheitlichen Auswirkungen ähnelten stark denen von konventionellen Zigarettenrauch (CS). Obwohl IQOS keine Verbrennung erzeugt und somit weniger Schadstoffe freisetzt, bedeutet das nicht automatisch, dass es sicher ist. Die vom Gerät emittierten Aerosole enthalten immer noch Nikotin, flüchtige organische Verbindungen und Feinstaub – Substanzen, die tief in die Lunge eindringen und dort Schaden anrichten können.
Eine Übersichtsarbeit zu Toxizität und Gesundheitsauswirkungen von IQOS bestätigt, dass viele potenzielle Risiken noch nicht vollständig erforscht sind. Besonders langfristige Folgen für Lunge und Herz-Kreislauf-System bleiben unklar. Dennoch nutzen viele Menschen IQOS als Einstieg oder Umstieg, oft mit der falschen Annahme, es sei völlig harmlos.
Fazit: Auch wenn IQOS anders funktioniert als klassische Zigaretten, ist es bei Weitem nicht risikofrei. Für die Lunge kann die regelmäßige Nutzung durchaus belastend sein – und erste Studien deuten darauf hin, dass die Schäden der herkömmlichen Zigarette möglicherweise nicht viel geringer sind.
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