Ist jeder auffällige Leberfleck gefährlich?

Ein auffälliger Leberfleck macht oft Sorgen – doch die gute Nachricht: Die allermeisten sind harmlos. Trotzdem sollte man sie nicht ignorieren. „Statistisch entsteht aus lediglich jedem zehntausendsten Leberfleck ein malignes Melanom“, erklärt der Experte Gebhardt. Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Muttermal zu schwarzem Hautkrebs wird, ist sehr gering – aber nicht ausgeschlossen.

Dennoch lohnt sich Vorsicht. Besonders wenn sich ein Leberfleck verändert – in Form, Farbe oder Größe – oder wenn er juckt, blutet oder wächst, ist ärztlicher Rat wichtig. Ein Hautarzt kann mit einfachen Mitteln wie der Dermatoskopie erkennen, ob es sich um eine harmlose Veränderung handelt oder ob weitere Untersuchungen nötig sind.

Die sogenannte ABCDE-Regel hilft dabei, verdächtige Stellen früh zu erkennen: Asymmetrie, unregelmäßiger Rand (Border), Farbe (mehrere Farbtöne), Durchmesser über sechs Millimeter und Entwicklung (Evolving) – all das kann ein Warnsignal sein. Doch auch ohne diese Merkmale kann ein Muttermal auffällig sein, besonders wenn es sich vom Rest unterscheidet.

Regelmäßige Selbstkontrollen und gegebenenfalls Vorsorgeuntersuchungen beim Hautarzt sind daher sinnvoll, besonders bei Menschen mit vielen Muttermalen oder heller Haut. Früherkennung rettet Leben – denn bei schwarzem Hautkrebs ist die Heilungschance besonders hoch, wenn er rechtzeitig erkannt wird.

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