Ist jeder Tee wirklich glutenfrei?

Die meisten natürlichen Tee-Sorten wie schwarzer, grüner oder weißer Tee stammen direkt von der Teepflanze Camellia sinensis und sind von Haus aus glutenfrei. Das bedeutet: Reiner Tee, ohne Zusätze, stellt für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit in der Regel kein Problem dar.

Die Gefahr steckt jedoch oft in den Details. Besonders bei aromatisierten Teemischungen, Kräutertees in Beuteln oder sogenannten „Fertig-Tees“ lohnt sich ein genauer Blick auf die Zutatenliste. Manche Hersteller fügen Aromen, Zusatzstoffe oder Trägerstoffe hinzu, die – wenn auch selten – Spuren von Gluten enthalten können. Noch problematischer: Tees, die mit Gerste oder Roggen gemischt sind, wie beispielsweise einige Malz- oder Getreide-Tees. Diese enthalten kein echtes Gluten, aber bei Roggentee etwa ist Vorsicht geboten, da es sich um ein glutenhaltiges Getreide handelt.

Auch die Herstellung spielt eine Rolle. In seltenen Fällen kann es bei der Produktion zu Kreuzkontamination kommen, wenn Tee in derselben Anlage verarbeitet wird wie glutenhaltige Produkte. Deshalb ist es für empfindliche Personen sinnvoll, auf Produkte mit offizieller glutenfreier Kennzeichnung zu achten.

Fazit: Reiner Tee ist sicher. Doch wer auf Nummer sicher gehen will, sollte trotzdem immer die Verpackung prüfen – besonders bei Mischungen, Aromatisierungen oder alternativen „Tees“ aus Getreide. Ein kurzer Blick auf die Zutaten kann langen Unannehmlichkeiten vorbeugen.

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