Kann billige Kleidung wirklich fair sein?
Wer nach neuer Kleidung sucht, greift im Alltag häufig zu Schnäppchen. Doch die Frage bleibt: Kann extrem günstige Mode überhaupt fair produziert werden? Die kurze Antwort lautet in den allermeisten Fällen leider Nein.
Günstige Bekleidung geht fast immer zu Lasten der Menschen in den Produktionsländern sowie der Umwelt. Extrem niedrige Preise bedeuten in der Praxis meist unsichere Arbeitsbedingungen, Ausbeutung und Hungerlöhne für die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Textilfabriken. Zudem führt der Einsatz von billigen Kunstfasern und Chemikalien zu einer erheblichen Umweltbelastung.
Entgegen der Erwartung schont Fast Fashion meist nicht einmal den eigenen Geldbeutel. Weil die minderwertigen Textilien oft schon nach wenigen Wäschen verschleißen oder die Form verlieren, müssen sie schnell ersetzt werden. Auf lange Sicht ist dieser ständige Nachkauf deutlich teurer als der gezielte Kauf langlebiger Kleidung.
Wer beim Einkauf auf faire Bedingungen und ökologische Standards achten möchte, sollte auf anerkannte Siegel vertrauen. Gute Orientierung bieten unabhängige Zertifikate wie der Grüne Knopf, das GOTS-Siegel (Global Organic Textile Standard) oder das Fairtrade-Textilsiegel. Auch der Kauf von Secondhand-Mode ist eine hervorragende Möglichkeit, Ressourcen zu schonen.
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