Ist „kaputt“ ein Verb?

Nein, „kaputt“ ist kein Verb – es ist ein Adjektiv. Es beschreibt einen Zustand, in dem etwas defekt, zerbrochen oder nicht mehr funktionsfähig ist. Man sagt zum Beispiel: „Der Fernseher ist kaputt“ oder „Mein Fahrrad ist total kaputt.“

Obwohl „kaputt“ an sich kein Verb ist, taucht es häufig in verbalen Wendungen auf, besonders im Zusammenhang mit dem Verb „machen“. Die gebräuchlichste Form ist das trennbare Verb „kaputt machen“ – also etwas absichtlich oder durch Fahrlässigkeit zu beschädigen. Beispiel: „Das Kind hat das Spielzeug kaputt gemacht.“

Interessant ist auch die reflexive Form: sich kaputt machen. Hier geht es oft um körperliche oder seelische Erschöpfung. Wenn jemand sagt: „Ich arbeite zu viel, ich mache mich kaputt“, drückt das aus, dass die Belastung langfristig schädlich ist. Ähnlich sagt man auch: „Er hat sich mit Drogen kaputtgemacht“ – ein starker Ausdruck für eine langjährige Selbstzerstörung.

In der Umgangssprache wird „kaputt“ außerdem gerne übertragen gebraucht. „Ich bin total kaputt“ heißt dann nicht, dass jemand physisch zerbrochen ist, sondern einfach: erschöpft, müde, fertig. Diese Redewendung ist alltagstauglich und wird oft verwendet, um nach einem anstrengenden Tag oder einer langen Nacht müde zu sein.

Also: „kaputt“ bleibt ein Adjektiv – aber durch Kombination mit Verben wie „machen“ oder im umgangssprachlichen Gebrauch erhält es eine dynamische, fast verbhafte Wirkung. So lebendig ist die deutsche Sprache!.

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