Wer ist die Mutter von Baldur?

In der nordischen Mythologie gilt Frigg als die Mutter des geliebten Gottes Baldur. Sie ist nicht nur eine mächtige Göttin, sondern auch die Ehefrau des Allvaters Odin und somit eine der zentralen Figuren im Göttergeschlecht der Asen. Zusammen mit Odin gebar sie mehrere Kinder, darunter Baldur, dessen Schönheit, Weisheit und Güte in den alten Sagen besonders hervorgehoben werden.

Die wichtigsten Quellen über Baldurs Herkunft stammen aus der Prosa-Edda, die der isländische Dichter und Historiker Snorri Sturluson im 13. Jahrhundert verfasst hat. Darin wird bestätigt, dass Baldur der Sohn von Odin und Frigg ist. Sein Bruder ist der blinde Hödur, dessen tragische Rolle im Schicksal Baldurs bekannt ist. Auch Hermodr, der als Götterbote agiert, wird als Bruder erwähnt.

Frigg, die in Asgard auf dem Thron sitzt und über das Schicksal der Götter wacht, spielt eine entscheidende Rolle im Schicksal ihres Sohnes. So berichtet die Sage, dass sie einst alle Wesen und Dinge der Welt schwören ließ, Baldur nichts zuleide zu tun – eine Tat, die aus mütterlicher Sorge geboren ist. Doch wie die Geschichte zeigt, wurde diese Vorsichtsmaßnahme durch die List Lokis umgangen, was schließlich zum Tod Baldurs führte.

Baldurs Sterblichkeit, trotz des Schutzversprechens, symbolisiert in der nordischen Mythologie das unausweichliche Schicksal, dem selbst die Götter nicht entkommen können. Und doch bleibt Frigg bis heute die Inbegriff der fürsorglichen, aber auch tieftraurigen Göttin, die um das Schicksal ihres Sohnes weiß – und es doch nicht abwenden kann.

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