Warum Schlafmohn im Garten verboten ist

Die leuchtend roten Blüten des Schlafmohns sehen besonders im Sommer idyllisch aus – viele Gärtner würden ihn gern zwischen Tomaten und Zäunen wachsen lassen. Doch Vorsicht: Der Anbau von Schlafmohn ist in Deutschland streng verboten, egal ob im großen Beet oder auf dem Balkon. Das gilt sowohl für private als auch gewerbliche Nutzungen.

Der Grund liegt in der Pflanze selbst. Schlafmohn enthält Wirkstoffe, aus denen unter anderem Heroin hergestellt wird. Obwohl der Mohn in seiner natürlichen Form nicht automatisch zu Rauschmittel führt, reicht das Risiko der Missbrauchsmöglichkeit aus, um ihn gesetzlich unter Kontrolle zu stellen. Wer trotzdem Mohn pflanzt, riskiert laut Betäubungsmittelgesetz nicht nur Rügen, sondern auch Geldstrafen oder sogar strafrechtliche Konsequenzen.

Anders sieht es bei den kleinen Samen aus: Die sogenannten Mohnkörner, die man vom Bäcker auf dem Brötchen kennt, stammen zwar oft von der gleichen Pflanzenart – sie werden aber aus speziell gezüchteten, wertlosen Sorten gewonnen, die kaum Wirkstoffe enthalten. Solche Samen dürfen verkauft und verzehrt werden, solange sie nicht zur Vermehrung genutzt werden.

Für Gartenfreunde bleibt: Wer eine bunte, aber legale Blumenpracht möchte, sollte besser auf Alternativen wie Klatschmohn oder Kornblumen setzen. Die bieten genauso viel Charme – ohne rechtliche Grauzonen.

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