Was bedeutet „groß machen“?

Der Ausdruck „groß machen“ ist eine umgangssprachliche, oft kindgerechte Formulierung für das Ausscheiden von festen Stoffen aus dem Körper – also den Stuhlgang. Während „klein machen“ sich auf das Wasserlassen bezieht, steht „groß machen“ eindeutig für die Stuhlentleerung.

Im Alltag wird dieser Begriff vor allem bei Kleinkindern verwendet, die gerade das Töpfchentraining lernen. Eltern oder Erzieher fragen dann etwa: „Hast du schon groß gemacht?“, um sanft nach dem Toilettengang zu erkundigen. Die Sprache bleibt bewusst unkompliziert, um das Thema kindgerecht und ohne Scham zu thematisieren.

Andere Wörter, die dasselbe bedeuten, sind unter anderem Kot abgeben, Stuhlgang haben oder – etwas fachlicher – defäkieren. Auch Begriffe wie Ausscheidung oder Fäkalien werden in medizinischen oder biologischen Zusammenhängen verwendet. Auf Plattformen wie OpenThesaurus findet man zahlreiche Synonyme, die je nach Kontext höflich, direkt oder scherzhaft klingen können.

Interessant ist, dass viele Menschen auch im Erwachsenenalter noch die kindlichen Begriffe nutzen – oft, um peinliche Situationen zu entschärfen oder einfach aus Gewohnheit. „Groß machen“ ist also mehr als nur eine kindliche Redewendung; sie bleibt für viele ein diskreter und vertrauter Ausdruck für einen natürlichen Körpervorgang.

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