Können Babys im Mutterleib schon lächeln?

Die Vorstellung, dass ein Baby im Mutterbauch bereits Gefühle zeigt, berührt viele Eltern zutiefst. Tatsächlich zeigen moderne Ultraschalluntersuchungen, dass Föten tatsächlich lächeln können – und zwar schon im sechsten Schwangerschaftsmonat. Ein britisches Forscherteam hat mithilfe hochauflösender Bilder erforscht, wie ungeborene Babys auf verschiedene Geschmäcker reagieren.

Wenn die werdende Mutter beispielsweise Karotten isst, scheint das Baby im Mutterleib darauf zu reagieren: Die Aufnahmen zeigen dann häufig ein leichtes Lächeln – als würde es sich über den süßlichen Geschmack freuen. Karotten enthalten viel Beta-Carotin und wirken leicht süß, was offenbar bei den meisten Föten gut ankommt.

Doch nicht jedes Gemüse wird so positiv aufgenommen. Bei Stangengemüse wie Sellerie oder Spargel verziehen die Babys hingegen oft das Gesicht, als würden sie den Geschmack ablehnen. Diese Reaktionen deuten darauf hin, dass die Geschmackswahrnehmung bereits im Mutterleib aktiv ist – lange bevor das Baby die Welt draußen kennt.

Interessant ist auch, dass Föten über die Fruchtwasserblase hindurch die Nahrung der Mutter „schmecken“ können. Die Aromen gelangen in das Fruchtwasser, das das Baby ständig schluckt. So lernt es schon vor der Geburt die Vorlieben seiner Mutter kennen – eine frühe Form der Geschmackserziehung.

Ob das Lächeln im engeren Sinne ein Ausdruck von Freude ist, bleibt unklar. Doch dass Babys im Mutterleib auf ihre Umwelt reagieren, zeigt: Das Leben im Bauch ist viel lebendiger, als viele meinen.

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