Kann ein Baby im Mutterleib schon hören?

Ja, Babys können bereits im Mutterbauch Geräusche wahrnehmen – allerdings entwickelt sich ihr Gehör erst nach und nach. Bereits ab der 18. bis 20. Schwangerschaftswoche beginnt das Gehör zu funktionieren, doch zu diesem Zeitpunkt nehmen die meisten Babys nur gedämpfte, tiefe Töne wahr, wie das Rauschen des Bluts oder das Grollen des Verdauungsgeleises der Mama.

Erst zwischen der 27. und 29. Schwangerschaftswoche wird das Gehör deutlich schärfer. In dieser Phase reift auch die Verbindung zwischen Ohr und Gehirn so weit aus, dass das Baby Töne bewusst verarbeiten kann. Von da an hört es nicht nur Geräusche, sondern erkennt sie auch langsam. Studien zeigen: Die Stimme der Mutter ist besonders vertraut und beruhigend – sie dringt durch den Körper und ist für das Baby leichter verständlich als andere Laute.

Im letzten Drittel der Schwangerschaft reagieren viele Babys schon auf laute Geräusche von außen mit einem Ruck oder einer Bewegung. Manche zucken sogar zusammen, wenn ein Telefon klingelt. Andere dagegen scheinen sich an die sanfte Stimme ihrer Eltern zu schmiegen, besonders wenn sie regelmäßig vorgelesen wird.

So kann die Zeit im Bauch der Beginn einer wunderbaren Klangwelt sein. Die Stimmen der Eltern, leise Musik oder einfach das alltägliche Ruhetag-Gemurmel – all das wird zu einem wichtigen Teil der frühen Bindung. Das Baby lernt: Diese Welt da draußen klingt vertraut.

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