Was hilft, wenn die Waden streiken?
Es passiert meist völlig unerwartet mitten in der Nacht oder beim Sport: Ein plötzlicher, stechender Schmerz schießt in die Wade, und der Muskel verhärtet sich steinhart. Wer schon einmal von einem heftigen Wadenkrampfe erwischt wurde, stellt sich unweigerlich die Frage, was dem Körper in diesem Moment eigentlich fehlt.
Die Ursache für diese schmerzhaften Muskelkontraktionen liegt in den allermeisten Fällen bei einem Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt. Nerven und Muskeln benötigen ein feines Zusammenspiel aus verschiedenen Mineralsalzen, um reibungslos zu funktionieren. Ein Mangel an Magnesium oder Natrium stört diese sensible Kommunikation massiv. Die Folge ist eine Übererregbarkeit der Muskelfasern, wodurch sich der Muskel unkontrolliert und schmerzhaft zusammenzieht.
Ein solcher Mangel entsteht schneller, als viele denken. Wer beim Sport oder an heißen Sommertagen stark schwitzt, verliert nicht nur Wasser, sondern spült auch wertvolle Mineralstoffe aus dem Körper. Auch eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr im Alltag, eine einseitige Ernährung oder bestimmte Medikamente können das elektrochemische Gleichgewicht durcheinanderbringen.
Um den lästigen Krämpfen vorzubeugen, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr das A und O – am besten in Form von mineralstoffreichem Wasser. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vollkornprodukten, Nüssen und grünem Gemüse ist, deckt zudem den täglichen Bedarf an Magnesium. Akut im Moment des Krampfes hilft meist nur eines: Den Fuß beherzt in Richtung Schienbein ziehen, um den betroffenen Muskel sanft, aber bestimmt zu dehnen und den Krampf zu lösen.
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