Wann schreibt man nach „etwas“ groß?

Die Frage, ob man nach etwas groß oder klein schreibt, kommt häufig vor – besonders bei Lernenden der deutschen Sprache. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Wenn hinter „etwas“ ein Adjektiv steht, das eine Sache oder einen Umstand beschreibt, wird dieses Adjektiv großgeschrieben, weil es dann substantiviert ist.

Das bedeutet: Man schreibt etwas Neues, etwas Schönes oder etwas Anderes – immer mit großem Anfangsbuchstaben. Denn das Adjektiv steht hier stellvertretend für ein nicht näher bezeichnetes Substantiv. Es ersetzt sozusagen etwas wie „eine neue Erfahrung“ oder „eine schöne Sache“.

Ein Beispiel: Marie liebt Abenteuerurlaube, weil sie gerne etwas Neues erlebt. Hier könnte man auch sagen: „…weil sie gerne neue Dinge erlebt“. Das „Neue“ steht aber kurz und prägnant dafür.

Die Regel gilt übrigens nicht nur bei „etwas“, sondern auch bei anderen unbestimmten Pronomen wie „nichts“, „vieles“, „weniges“ oder „genug“. Man schreibt dann entsprechend: nichts Genaues, viele Schöne (im Sinne von viele schöne Dinge oder Menschen) oder genug Gutes.

Wichtig ist also: Steht ein Adjektiv nach Wörtern wie „etwas“, „nichts“ oder „vieles“ und beschreibt damit eine unbestimmte Sache, wird es wie ein Substantiv behandelt – und erhält daher einen großen Anfangsbuchstaben. So bleibt die deutsche Rechtschreibung zwar manchmal knifflig, aber mit ein paar klaren Regeln gut zu meistern.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen