Die richtige Form von „können“ – einfach erklärt

Das Verb können gehört zu den Modalverben im Deutschen und wird häufig im Alltag verwendet, um Fähigkeiten oder Möglichkeiten auszudrücken. Wie bei vielen Verben gibt es auch hier bestimmte grammatische Formen, die man kennen sollte – besonders das Partizip II und die Präteritum-Form.

Die korrekte Worttrennung lautet: kön-nen. Im Präteritum heißt es: konnte – gesprochen oft mit einem langen „o“. Das Partizip II, das beispielsweise im Perfekt oder Passiv gebraucht wird, lautet gekonnt. Ein typischer Satz im Perfekt wäre daher: „Ich habe schwimmen gekonnt“ – obwohl im gesprochenen Deutsch oft einfach „Ich konnte“ verwendet wird.

Interessant ist, dass das Verb „können“ eine unregelmäßige Form hat: Das „ö“ im Infinitiv wird im Präteritum und Partizip II zu „o“. Das liegt an der Lautentwicklung im Deutschen und ist bei anderen Verben wie „wollen“ (wollte, gewollt) ähnlich.

Im täglichen Sprachgebrauch wird vor allem die Gegenwartsform (ich kann, du kannst, er/sie/es kann) am häufigsten verwendet. Doch gerade beim Schreiben – etwa in Aufsätzen oder Bewerbungen – ist die korrekte Verwendung des Partizip II wichtig. Wer schreiben möchte: „Ich habe das gut gemeistert“, könnte stattdessen sagen: „Ich habe das gut gekonnt“ – auch wenn diese Form im Deutschen eher selten ist. Meist sagt man: „Ich konnte das gut.“

Trotzdem: Wer die Formen von „können“ beherrscht, zeigt ein sicheres Sprachgefühl – und das macht sich immer gut.

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