Maismehl und Speisestärke – das gleiche?

Nein, Maismehl und Speisestärke sind nicht dasselbe, obwohl beide aus Mais hergestellt werden. Der Unterschied liegt in der Verarbeitung und im Endprodukt.

Maismehl wird hergestellt, indem ganze Maiskörner fein gemahlen werden – ähnlich wie bei Weizenmehl. Es behält dabei alle Bestandteile des Maiskorns, wie Eiweiß, Fasern und etwas Fett, und hat einen charakteristischen, leicht süßlichen Geschmack. Es wird oft für Tortillas, Polenta oder als glutenfreie Alternative in der Backkunst verwendet.

Speisestärke aus Mais, auch Maisstärke genannt, ist dagegen ein raffiniertes Produkt. Hier wird das Mehl zunächst aus dem Mais gewonnen, anschließend aber so aufgearbeitet, dass nur die reine Stärke übrig bleibt. Das Ergebnis ist ein feines, weißes Pulver ohne Geschmack, das hervorragend zum Binden von Soßen, Suppen oder Puddings geeignet ist. In jedem deutschen Supermarkt findet man Maisstärke meist im Regal neben Mehl und Backzutaten.

Während Maismehl also ein ganzes, naturbelassenes Produkt ist, ist Maisstärke eine konzentrierte Stärkekomponente – zwei verschiedene Dinge mit unterschiedlichen Funktionen in der Küche. Wer also eine Sauce andicken möchte, greift am besten zur Maisstärke. Für herzhafte Tortillas oder einen süßen Maiskuchen eignet sich hingegen echtes Maismehl besser.

Beide Produkte sind glutenfrei und lassen sich gut lagern, aber sie sind nicht einfach gegeneinander austauschbar. Es lohnt sich daher, beim Kochen genau hinzuschauen, was das Rezept wirklich verlangt.

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