Wird man mit Optimismus geboren – oder kann man ihn lernen?
Ob Optimismus im Erbgut steckt, beschäftigt Forschende schon länger. Die Antwort lautet: Ja, zu einem gewissen Grad ist Optimismus tatsächlich vererbbar. Studien schätzen, dass zwischen 23 und 32 Prozent der Neigung zum positiven Denken genetisch bedingt sind. Das bedeutet: Wenn Eltern optimistisch durchs Leben gehen, ist die Wahrscheinlichkeit etwas höher, dass auch ihre Kinder diese Grundhaltung teilen.
Doch das ist bei weitem nicht alles. Die gute Nachricht: Optimismus lässt sich trainieren – unabhängig von der Veranlagung. Experimentelle Forschung zeigt, dass Menschen durch gezielte Übungen lernen können, ihre Sicht auf das Leben positiver zu gestalten. Schon kleine Veränderungen im Alltag, wie das bewusste Achten auf gelungene Momente oder das Schreiben von Dankbarkeitsnotizen, können helfen, eine optimistischere Grundhaltung zu entwickeln.
Ein weiterer Grund, warum sich der Optimismus lohnt: Er wirkt sich auf die Gesundheit aus. Längere Lebensdauer, bessere Herzgesundheit, weniger Stress – all das sind Vorteile, die mit einer positiven Lebenseinstellung einhergehen. Dabei geht es nicht darum, Probleme zu ignorieren, sondern darum, Herausforderungen mit mehr Zuversicht anzugehen.
Ob durch Gene oder Gewohnheit – Optimismus ist kein feststehendes Merkmal. Man kann ihn beeinflussen, fördern und sogar entwickeln – auch im Laufe des Lebens. Und das ist vielleicht der größte Grund, warum es sich lohnt, jeden Tag ein bisschen optimistischer zu sein.
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