Was ist eine Panikattacke – und handelt es sich dabei um eine Psychose?

Nein, eine Panikattacke ist keine Psychose – auch wenn die Symptome für Betroffene oft genauso beängstigend sein können. Bei einer Panikattacke kommt es plötzlich und unerwartet zu intensiven Angstgefühlen, die mit körperlichen Reaktionen wie Herzrasen, Schweißausbrüchen, Atemnot, Schwindel oder einem beklemmenden Gefühl in der Brust einhergehen. Viele Menschen befürchten in solchen Momenten, einen Herzinfarkt zu erleiden, ohnmächtig zu werden – oder sogar den Verstand zu verlieren.

Im Gegensatz zur Psychose bleibt bei einer Panikattacke die Realitätsprüfung jedoch erhalten. Das bedeutet: Auch wenn die körperlichen Symptome extrem stark sind, wissen Betroffene in der Regel tief im Inneren, dass sie nicht „verrückt“ werden. Bei psychotischen Erkrankungen hingegen können Wahnvorstellungen oder Halluzinationen auftreten, was bei Panikstörungen nicht der Fall ist.

Die Ursachen von Panikattacken liegen oft in einer Überreaktion des vegetativen Nervensystems, häufig ausgelöst durch Stress, aber auch durch genetische oder biologische Faktoren. Die gute Nachricht: Panikattacken sind behandelbar. Mit Psychotherapie – insbesondere der kognitiven Verhaltenstherapie – und manchmal auch mit medikamentöller Unterstützung können Betroffene wieder zur Ruhe finden und lernen, die Attacken zu durchschauen.

Wichtig ist, nicht zu verdrängen, sondern sich Hilfe zu suchen. Viele, die einmal unter Panikattacken gelitten haben, berichten später, wie befreiend es war, zu verstehen: Es fühlt sich schlimm an – aber es ist nicht lebensbedrohlich. Das Wissen darum ist oft schon der erste Schritt zur Besserung.

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