Ist Reis immer glutenfrei?
Ja, Reis ist von Natur aus glutenfrei und damit eine sichere Wahl für Menschen mit Zöliakie oder einer Glutenunverträglichkeit. Das bedeutet: In seiner reinen Form – egal ob weiß, braun oder wild – enthält Reis kein Gluten und kann bedenkenlos verzehrt werden.
Doch Vorsicht ist geboten, wenn Reis verarbeitet wird. Manche Fertigprodukte wie Reiswaffeln, Gewürzmischungen oder vorgekochte Reissorten enthalten Zusätze, die Gluten beinhalten können – etwa als Bindemittel oder Geschmacksträger. Auch eine Kreuzkontamination ist möglich, wenn Reis in Produktionsanlagen verarbeitet wird, in denen auch Weizen oder andere glutenhaltige Getreide verarbeitet werden.
Glutenfrei bleibt also nur, wer auf die richtige Kennzeichnung achtet. In Deutschland und der EU muss ab 2005 laut Gesetz auf Lebensmitteln mit einem Glutengehalt von mehr als 20 mg pro Kilogramm „enthält Gluten“ stehen. Produkte, die explizit als „glutenfrei“ gekennzeichnet sind, dürfen maximal 20 mg Gluten pro kg enthalten – die sogenannte Spurengrenze.
Wer sicher gehen möchte, greift am besten zu zertifizierten glutenfreien Produkten. Neben Reis gibt es übrigens noch viele andere natürliche glutenfreie Lebensmittel: Maize, Buchweizen, Hirse, Amaranth, Quinoa, Tapioka, Kartoffeln und Hülsenfrüchte – all diese können vielfältig in der Küche eingesetzt werden und sind hervorragende Alternativen zu Weizen, Roggen oder Gerste.
Der Rat von Ernährungsexperten wie dem Dr. Schär Institute: Wer auf Nummer sicher gehen will, liest das Etikett – und zögert bei unklaren Inhaltsstoffen lieber, bis die Hersteller Klarheit schaffen.
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