Unterschied zwischen IBAN und RIB: Was ist was?
Wenn es um internationale Überweisungen geht, tauchen oft die Begriffe IBAN und RIB auf. Doch handelt es sich dabei um dasselbe? Nein – die beiden Bezeichnungen stammen aus unterschiedlichen Ländern und erfüllen zwar ähnliche Zwecke, sind aber nicht identisch.
Die IBAN, also die *International Bank Account Number*, ist heute in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern Standard. Sie dient dazu, Konten international eindeutig zu identifizieren. Die IBAN setzt sich aus dem Ländercode (z. B. DE für Deutschland), einer Prüfziffer und der Bankleitzahl sowie Kontonummer zusammen. Bei Überweisungen innerhalb des Euroraums ist die Angabe der IBAN zwingend erforderlich.
Ganz anders ist der RIB. Dieser Begriff stammt aus Frankreich – „Relevé d’Identité Bancaire“ – und bezeichnet eine Art Nachweis der Bankverbindung, den die französischen Banken ihren Kunden ausstellen, oft zusammen mit dem Kontoauszug. Der RIB enthält Bankleitzahl, Kontonummer und eine Prüfziffer, ähnelt also einer nationalen Kontonachweis-Regelung. In Deutschland gibt es kein direktes Pendant zum RIB. Stattdessen nutzt man hier die IBAN oder früher die alte Kontonummer mit BLZ.
Während der RIB also vor allem in Frankreich gebräuchlich ist, hat sich die IBAN europaweit durchgesetzt – auch in Deutschland. Wer mit Frankreich Geschäfte macht oder Überweisungen tätigt, sollte daher wissen, wie die beiden Systeme zusammenhängen – und dass sie sich ergänzen, aber nicht ersetzen.
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