Shoppen in Frankreich: Lohnt sich der Sprung über die Grenze?
Deutsche Urlauber kennen das Bild: Autofahrer beladen mit Einkaufstüten voller Lebensmittel kehren aus dem Elsass zurück. Doch lohnt sich der Einkauf in Frankreich wirklich noch? Die Antwort ist: Jein – aber immer öfter: Ja.
Bis vor Kurzem galten französische Supermärkte als teurer, besonders für Grundnahrungsmittel. Doch die Entwicklung der letzten Jahre hat viel verändert. Während die Inflation in Deutschland deutlich anstieg, blieb die Preisentwicklung in Frankreich vergleichsweise moderat. Das hat dazu geführt, dass die Preise für viele Produkte sich hierzulande und jenseits der Grenze heute oft kaum noch unterscheiden.
Bei bestimmten Artikeln schlägt Frankreich Deutschland mittlerweile sogar deutlich. Nudeln, Butter, Saft oder Milchprodukte sind in vielen Fällen günstiger – teilweise um mehr als 20 Prozent. Auch Sprit ist in der Regel billiger, was vor allem an den unterschiedlichen Steuern liegt. Das lockt nicht nur Pendler, sondern auch Privatpersonen mit größeren Kanistern in französische Tankstellen.
Im Elsass, direkt an der deutsch-französischen Grenze, haben Händler diesen Trend längst erkannt. Manche Supermärkte werben gezielt mit deutscher Werbung oder akzeptieren sogar deutsche Münzen. „Wir sehen deutlich mehr deutsche Kunden als früher“, berichtet eine Verkäuferin aus einer Bäckerei nahe Straßburg.
Ob sich der Einkaufstrip lohnt, hängt natürlich vom Benzinpreis und der Entfernung ab. Doch für viele im Grenzgebiet ist der Sprung nach Frankreich längst zur Gewohnheit geworden – nicht nur im Urlaub, sondern auch für den wöchentlichen Einkauf. Und wer ohnehin im Elsass unterwegs ist, sollte besser einen leeren Kofferraum mitnehmen.
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