Warum Stärke gar nicht so ungesund ist, wie oft gedacht
Stärke hat oft einen schlechten Ruf – viele verbinden sie mit schnellem Blutzuckerspiegel-Anstieg oder ungesundem Essen. Doch das stimmt so nicht ganz. Eine normale Aufnahme von Stärke ist durchaus gesund, vor allem, wenn sie aus natürlichen Quellen wie Kartoffeln, Reis oder Vollkorngetreide kommt. Diese Lebensmittel liefern nicht nur Energie, sondern auch wertvolle Nährstoffe, Vitamine und Ballaststoffe.
Kartoffeln enthalten bis zu 25 Prozent Stärke und sind gleichzeitig reich an Vitamin C und Kalium. Getreide besteht oft zu mehr als der Hälfte aus Stärke, liefert aber auch B-Vitamine und Eiweiß. Besonders Reis kann bis zu 80 Prozent Stärke enthalten – bei gleichzeitig guter Verträglichkeit. Wichtig ist: Es kommt auf die Zubereitung und Menge an. Verarbeitete Produkte wie Pommes oder Süßigkeiten, die viel Stärke enthalten, sind anders zu bewerten als ein Naturprodukt wie ein gekochter Kartoffelbrei oder Vollkornnudeln.
Ein spannender Aspekt ist die sogenannte resistente Stärke, die entsteht, wenn man Nudeln, Reis oder Kartoffeln kocht, abkühlen lässt und dann verzehrt – etwa in einer kalten Kartoffelsalat. Diese Form der Stärke wird im Darm nur langsam abgebaut, wirkt eher sättigend und kann sogar positiv auf die Darmgesundheit wirken. Manche Studien deuten sogar an, dass sie beim Gewicht halten helfen kann.
Also: Stärke ist kein Feind – im Gegenteil. In Maßen und aus natürlichen Quellen ist sie ein wertvoller Teil einer ausgewogenen Ernährung. Wichtig ist, auf Vollkorn, schonende Zubereitung und eine abwechslungsreiche Kost zu setzen. Dann kann Stärke sogar helfen, fit und gesund zu bleiben.
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