Kann Dampfen die Arterien schädigen?

Immer mehr Menschen greifen zur E-Zigarette, oft mit der Hoffnung, weniger Schaden anzurichten als mit herkömmlichen Zigaretten. Doch auch das Dampfen birgt Risiken – besonders für das Herz-Kreislauf-System.

Beim Vaping wird Adrenalin freigesetzt, was den Gefäßtonus erhöht. Das bedeutet: Die Blutgefäße ziehen sich stärker zusammen und erhöhen so den Blutdruck. Gleichzeitig steigt die Herzfrequenz – ein Zustand, der bei anhaltender Belastung das Herz auf Dauer überfordern kann.

Doch das ist nicht die einzige Gefahr. Studien zeigen, dass das Einatmen von Dampf Entzündungen in den Blutgefäßen fördern kann. Zusätzlich entsteht sogenannter oxidativer Stress – ein Ungleichgewicht im Körper, bei dem schädliche Moleküle Zellen und Gewebe angreifen. Beides sind wichtige Auslöser für die Entstehung von Atherosklerose, besser bekannt als Arterienverkalkung.

Die Folgen sind ernst: Verengte oder verstopfte Arterien erhöhen das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall – selbst bei jungen Nutzern, die sonst gesund erscheinen. Besonders alarmierend: Diese Schäden können bereits nach kurzer Zeit auftreten, selbst wenn keine Nikotinkonzentrationen im Dampf besonders hoch sind.

Zwar wirbt die E-Zigaretten-Industrie oft mit „Sicherheit“ und „Reinheit“, aber die Wirklichkeit sieht anders aus. Die langfristigen Folgen des Dampfens werden erst langsam sichtbar – und deuten darauf hin, dass unsere Blutgefäße dafür nicht geschaffen sind, chemischen Dämpfen ausgesetzt zu sein.

Fazit: Dampfen mag weniger schädlich sein als Rauchen – aber „weniger schädlich“ heißt nicht „harmlos“. Wer seine Arterien schützen will, sollte auch die E-Zigarette mit Vorsicht genießen.

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