Kann die Uni ChatGPT nachweisen?

Die Frage, ob Hochschulen erkennen können, ob ein Text mit Hilfe von ChatGPT geschrieben wurde, beschäftigt viele Studierende. Die kurze Antwort lautet: Ja, es ist möglich – zumindest bis zu einem gewissen Grad.

Professoren oder Dozenten können zwar nicht direkt in den Quellcode von ChatGPT hineinschauen, aber es gibt Werkzeuge und Methoden, die helfen können, künstliche Herkunft zu erkennen. So nutzen einige Universitäten sogenannte Plagiatsprüfprogramme, die mittlerweile auch Funktionen zur Erkennung von KI-generiertem Text anbieten. Laut Studien liegen diese Tools in ihrer Trefferquote teilweise bei über 70 Prozent – genauer gesagt um die 74 Prozent, wie aktuelle Analysen vom 04.03.2024 zeigen.

Doch die Technik ist nicht perfekt. Besonders wenn ein Text nachbearbeitet oder stark umformuliert wurde, wird die Zuordnung schwieriger. Auch menschliche Hinweise helfen: Auffällige Sprachmuster, übertrieben formelle Sätze oder fehlende inhaltliche Tiefe können Professor:innen stutzig machen.

Trotzdem sollte man eines beachten: Die bloße Vermutung reicht an deutschen Hochschulen nicht aus. Es braucht handfeste Beweise, um eine Note zu reduzieren oder ein Plagiat zu ahnden. Und bisher ist kein Tool zuverlässig genug, um als alleiniger Beweis zu gelten.

Am besten ist daher, Ehrlichkeit zu üben. KI kann eine gute Hilfe sein – etwa zum Recherchieren oder Strukturieren. Doch die eigenen Gedanken und die eigene Sprache sind nach wie vor unbezahlbar. Wer mit Hilfsmitteln arbeitet, sollte das auch offenlegen, wenn gefordert. So bleibt man auf der sicheren Seite.

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