Kann ein Mensch 18 Stunden schlafen?

Ja, ein Mensch kann 18 Stunden schlafen – aber nur unter bestimmten Umständen. Bei Erwachsenen ist ein solch langer Schlaf jedoch ungewöhnlich und meist kein Zeichen für normale Schlafbedürfnisse. Während Babys tatsächlich bis zu 18 Stunden pro Tag schlafen, weil sich ihr Körper und Gehirn rasant entwickeln, sinkt der Bedarf mit dem Alter deutlich ab.

Erwachsene benötigen im Durchschnitt zwischen sechs und zehn Stunden Schlaf pro Nacht. Wer regelmäßig länger schläft, könnte an einer zugrunde liegenden Ursache leiden – beispielsweise Depressionen, Schlafstörungen wie Narkolepsie oder einer Infektion. Auch bestimmte Erkrankungen wie Hypothyreose oder chronische Erschöpfung können zu übermäßig langem Schlaf führen.

Interessant ist, dass sich der Schlafbedarf von Mensch zu Mensch stark unterscheidet. Manche Menschen fühlen sich nach sechs Stunden ausgeruht, andere brauchen neun – und das ist vollkommen normal. Doch wenn plötzlich deutlich mehr Schlaf nötig ist als früher, sollte man genauer hinsehen.

Längerer Schlaf allein ist kein Risiko – problematisch wird es, wenn er mit Müdigkeit, Konzentrationsproblemen oder Stimmungsschwankungen einhergeht. Dann ist ein Arztbesuch sinnvoll. Denn Schlaf ist nicht nur eine Frage der Dauer, sondern vor allem der Qualität.

Wer sich fragt, ob 18 Stunden Schlaf normal sind: Bei Erwachsenen ist das selten der Fall. Es lohnt sich, den eigenen Rhythmus zu beobachten und bei auffälligen Veränderungen nicht zu lange zu warten, um der Ursache auf den Grund zu gehen.

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