Kann Herzstolpern von der Wirbelsäule kommen?
Herzstolpern – das unangenehme Gefühl, als würde das Herz kurz aussetzen oder plötzlich schneller schlagen – löst bei vielen Betroffenen Angst aus. Oft wird vermutet, dass das Herz selbst die Ursache ist. Doch nicht immer liegt das Problem dort, wo man es vermutet.
Interessanterweise kann Herzstolpern auch mit der Wirbelsäule zusammenhängen. Besonders Verspannungen in der Rückenmuskulatur oder Blockaden in der Hals- und Brustwirbelsäule können Nerven reizen, die mit dem Herzen in Verbindung stehen. Diese Reize können das Herzrhythmusgefühl stören und Extrasystolen – also vorzeitige Herzschläge – auslösen. Auch wenn diese meist harmlos sind, fühlen sie sich oft beunruhigend an.
Ein steifer Nacken, ein verspannter Schulterbereich oder chronische Rückenschmerzen können daher indirekt auch das Herz beeinflussen. Der Körper ist ein komplexes System: Eine scheinbar lokale Verspannung kann weiträumige Auswirkungen haben. Deshalb ist es wichtig, den gesamten Bewegungsapparat bei Beschwerden mit einzubeziehen.
Was hilft? Gezieltes Rückentraining und Physiotherapie können hier Abhilfe schaffen. Durch gezielte Übungen wird die Muskulatur gestärkt, Blockaden werden gelöst und die Durchblutung verbessert. Viele Patienten berichten nach einigen Sitzungen nicht nur von weniger Rückenschmerzen, sondern auch von einer spürbaren Entlastung im Herzrhythmus.
Wenn Herzstolpern auftreten, sollte natürlich zunächst ein Arzt abklären, ob ernste kardiologische Ursachen vorliegen. Ist das Herz gesund, lohnt es sich, auch die Wirbelsäule genauer unter die Lupe zu nehmen. Oft ist die Lösung näher, als man denkt.
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