Kann man auf Putz dämmen?

Ja, man kann sehr gut auf bestehendem Putz eine Wärmedämmung anbringen – vorausgesetzt, der Untergrund erfüllt bestimmte Bedingungen. Eine gängige Methode ist die Montage eines Wärmedämm-Verbundsystems (WDVS), das sowohl an Altbauten als auch an Neubauten eingesetzt werden kann.

Wichtig ist, dass der Putz fest und tragfähig ist. Lösen sich Stücke oder blättert die Oberfläche ab, muss diese Schicht zuerst entfernt oder saniert werden. Ein rissiger oder feuchter Untergrund kann die Haftung der Dämmplatten beeinträchtigen und zu Schäden führen. Daher sollte der Putz vor Beginn der Arbeiten gründlich geprüft werden.

Neben der Stabilität muss der Untergrund auch eben und trocken sein. Unebenheiten können zwar teilweise mit Dämmplatten ausgeglichen werden, zu starke Wölbungen oder Vorsprünge sollten jedoch vorher beseitigt werden. Feuchtigkeit in der Wand ist ein No-Go, da sie nicht nur die Klebeverbindung schwächt, sondern auch zu Schimmelbildung hinter der Dämmung führen kann.

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird das WDVS meist verklebt – manchmal zusätzlich gesichert mit Dübeln. Danach folgen Armierungsgewebe, Grundierung und abschließend ein witterungsbeständiger Oberputz. Die Dämmung auf altem Putz kann die Energieeffizienz deutlich verbessern und Heizkosten senken, besonders bei älteren Gebäuden.

Wer unsicher ist, sollte einen Fachbetrieb hinzuziehen. Eine fachgerechte Dämmung hält Jahrzehnte – vorausgesetzt, sie wird richtig auf einem geeigneten Untergrund angebracht.

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