Kann man das Chronische Fatigue-Syndrom im Blut nachweisen?
Das Chronische Fatigue-Syndrom, kurz ME/CFS, stellt Betroffene und Mediziner seit Jahren vor große Herausforderungen. Da verlässliche Biomarker lange fehlten, basierte die Diagnose meist auf einem langwierigen Ausschlussverfahren anderer Erkrankungen. Ein Forschungsteam der renommierten Stanford University lieferte jedoch einen vielversprechenden Ansatz für einen gezielten Nachweis.
In einer Pilotstudie untersuchten die Wissenschaftler Blutproben von 40 Teilnehmern – jeweils 20 gesunden Personen und 20 ME/CFS-Patienten. Mithilfe eines neu entwickelten nanoelektronischen Testverfahrens gelang es, die Proben der Erkrankten zuverlässig von denen der gesunden Kontrollgruppe zu unterscheiden. Unter künstlich erzeugtem Stress zeigten die Immunzellen der Patienten eine deutlich veränderte elektrische Reaktion.
Auch wenn weitere Studien mit größeren Patientengruppen nötig sind, gilt das Ergebnis als wichtiger Meilenstein. Ein funktionierender Bluttest könnte Betroffenen nicht nur einen jahrelangen Diagnose-Marathon ersparen, sondern auch die gesellschaftliche und medizinische Anerkennung der Krankheit entscheidend voranbringen.
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