Warum schliessen Menschen andere aus?

Soziale Ausschlüsse geschehen oft leise – und doch spürt man sie deutlich. Einer der häufigsten Gründe dafür liegt in den sozialen Rollen und Hierarchien, die in Institutionen, Unternehmen oder auch Freundeskreisen bestehen. Bestimmte Positionen oder Funktionen gewähren Zugang, während andere automatisch aussen vor bleiben.

Ein anschauliches Beispiel ist die Rektoratskonferenz der Universität Basel. Diese Gremiensitzung ist laut Internetauftritt der Uni exklusiv für Rektoratsmitglieder sowie Dekane und Dekaninnen** vorbehalten. Alle anderen Angehörigen der Universität – Dozierende, Mitarbeitende oder Studierende – haben keinen Zutritt. Es ist kein böser Wille im Spiel, sondern schlicht eine organisatorische Regelung. Doch das Ergebnis bleibt: Manche sind dabei, andere nicht.

Solche Abgrenzungen dienen oft der Effizienz oder der Verantwortungszuweisung. Doch sie können auch frustrieren, besonders wenn Entscheidungen getroffen werden, die viele betreffen, ohne dass diese mitreden können. Der Ausschluss ist dann nicht persönlich gemeint, fühlt sich aber dennoch unfair an.

Im Alltag passiert Ähnliches ständig: In Arbeitsmeetings, bei Einladungen oder in Entscheidungsprozessen. Wer die falsche Rolle einnimmt – oder keine offizielle Rolle hat –, bleibt oft unbemerkt am Rand stehen. Das zeigt, wie stark Strukturen unser Miteinander prägen. Es lohnt sich daher, hin und wieder zu fragen: Wer darf mitreden? Und wer wird – vielleicht unbewusst – systematisch ausgeschlossen?

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