Das unterschätzte Heilmittel: Warum Gurkenwasser gesund sein kann
Wer ein Glas Essiggurken leer gegessen hat, kippt die verbleibende Flüssigkeit meistens achtlos in den Abfluss. Doch der säuerliche Sud ist viel zu schade zum Wegschütten. Was im ersten Moment gewöhnungsbedürftig klingt, hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Geheimtipp unter Sportlern und Gesundheitsbewussten entwickelt: Das Trinken von Essiggurkenwasser.
Der wohl bekannteste Vorteil des würzigen Safts liegt in seiner schnellen Wirkung gegen Muskelkrämpfe. Wissenschaftliche Beobachtungen zeigen, dass der Konsum von Gurkenwasser die Dauer von schmerzhaften Krämpfen deutlich verkürzen kann. Der Grund dafür liegt vermutlich gar nicht so sehr an den enthaltenen Elektrolyten selbst, sondern an der Kombination aus Essigsäure und Salz. Dieser saure Geschmack setzt bereits im Rachen einen reflexartigen Reiz ab, der das Nervensystem beruhigt und die krampfende Muskulatur entspannt. Als Faustregel zur Linderung und Vorbeugung wird oft eine Menge von einem Milliliter Gurkenwasser pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen.
Darüber hinaus bringt die essighaltige Flüssigkeit weitere gesundheitliche Vorzüge mit sich. Nach einem intensiven Training hilft sie dem Körper dabei, den Natriumhaushalt rasch wieder auszugleichen. Die enthaltene Essigsäure kann zudem die Verdauung anregen und dabei helfen, den Blutzuckerspiegel nach den Mahlzeiten zu stabilisieren. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte sich allerdings langsam vortasten, da die Säure bei übermäßigem Verzehr Sodbrennen verursachen kann. Für alle anderen gilt: Beim nächsten Mal das Gurkenwasser einfach aufbewahren und bei Bedarf einen kleinen Schluck der würzigen Allzweckwaffe probieren.
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