Kann man „eckig“ steigern?

Ja, natürlich kann man das Adjektiv eckig steigern – genau wie viele andere beschreibende Wörter im Deutschen. Die Steigerungsformen folgen einer ganz einfachen Regel.

Im Positiv steht das Wort in seiner Grundform: eckig. Wenn man sagen möchte, dass etwas noch mehr Ecken oder Kanten aufweist als ein anderes Objekt, verwendet man den Komparativ: eckiger. Zum Beispiel: „Dieses Glas ist eckiger als das runde Weinglas.“

Die höchste Steigerungsstufe ist der Superlativ. Bei „eckig“ lautet er: am eckigsten. Ein Beispiel: „Das alte Radio ist am eckigsten von allen Geräten auf dem Tisch.“

Die Bildung ist typisch für kurze Adjektive mit kurzer Vokalaussprache – hier wird einfach ein „-er“ für den Komparativ und „-sten“ für den Superlativ angehängt. Das „g“ in „eckig“ bleibt dabei erhalten, und vor dem Endungs-anhängsel entsteht oft ein Umlaut – hier aber nicht, weil das „i“ im Wort „eckig“ schon kurz ist und keine Veränderung erfordert.

Interessant ist auch, dass „eckig“ nicht nur wörtlich gemeint sein muss. Im übertragenen Sinn beschreibt es manchmal auch eine Persönlichkeit oder ein Verhalten: „Er gab eine eckige Antwort“ – also etwas Direktes, Unverblümtes. Auch hier lässt sich steigern: „seine Antwort war noch eckiger“ oder „die eckigste Bemerkung des Abends“.

Also: Ja, „eckig“ lässt sich steigern – ganz klar, eckiger und am eckigsten. Und das nicht nur für Möbel oder Gebäude, sondern manchmal auch für das, wie wir miteinander reden.

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