Wie erkennt man Hyperaktivität bei Babys?
Eltern fragen sich manchmal, ob ihr Baby besonders lebhaft ist oder ob mehr dahintersteckt. Tatsächlich können erste Verhaltensweisen bereits im Säuglingsalter auf eine erhöhte Reizbarkeit oder Unruhe hindeuten, die bei manchen Kindern im Laufe der Zeit auf ADHS hinauslaufen kann. Allerdings ist Vorsicht geboten: Bei Babys ist von einer sicheren Diagnose noch lange nicht die Rede – aber gewisse Muster können auffallen.
Babys, die sehr oft und laut schreien, sich nur schwer beruhigen lassen und ständig in Bewegung sein müssen, können bereits früh auffallen. Sie wirken unruhig, mögen körperlichen Kontakt oft nicht und verweigern die Nähe, die andere Säuglinge genießen. Auch die geringe Aufmerksamkeitsspanne ist typisch – schon nach Sekunden verlieren sie das Interesse an einem Spielzeug.
Doch Achtung: Viele dieser Verhaltensweisen können auch bei sogenannten High-Need-Babys auftreten – Kinder, die einfach mehr Aufmerksamkeit, Tragen und Beruhigung brauchen, ohne dass eine Störung vorliegt. Die Grenzen sind fließend. Erst im Vorschulalter lässt sich ADHS zuverlässig diagnostizieren.
Wenn Eltern unsicher sind, ist es wichtig, früh mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt zu sprechen. Nicht, um eine Diagnose zu erzwingen, sondern um Unterstützung zu erhalten – egal, ob es um Entwicklungsbesonderheiten, Schlafprobleme oder emotionale Bedürfnisse geht. Die ersten Lebensjahre prägen viel, und mit dem richtigen Halt können Eltern ihrem Kind den besten Start geben.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.