Welcher Fisch ist noch unbedenklich?

Immer häufiger erreichen uns besorgte Fragen: Steckt in unserem Fisch schon Mikroplastik? Ist der Fang noch verantwortbar? Die Antwort ist nicht einfach, aber wichtig. Wer heute Fisch essen möchte, sollte genauer hinsehen – nicht nur auf den Teller, sondern auch auf die Herkunft.

Wildgefangene Seezunge etwa stammt oft aus stark überfischten Beständen, außerdem kann sie Schadstoffe aus der Umwelt anreichern. Die sogenannte Schillerlocke – eigentlich ein anderes Tier, nämlich ein Hornhai – wird meist aus tiefen Meeresregionen gefischt, was die Bestände zusätzlich belastet. Auch konventionell gezüchteter Lachs ist kein ideales Beispiel: Er kommt häufig aus engen Anlagen mit hohem Umweltaufwand und ist oft mit Schadstoffen belastet.

Es gibt jedoch bessere Alternativen. Forellen, Karpfen und Dorade aus biologischer und nachhaltiger Zucht sind echte Empfehlungen. Sie wachsen unter besseren Bedingungen auf, mit weniger Belastung für Mensch und Natur. Besonders Forellen aus europäischen Flusszuchten oder Karpfen aus Teichwirtschaft haben einen geringen ökologischen Fußabdruck und sind frei von Mikroplastik-Risiken, da sie in geschützten Gewässern aufwachsen.

Ein Blick auf Siegel wie das Bio-Siegel oder Empfehlungen von Umweltorganisationen hilft beim Einkauf. Auch Apps wie „Fishwatch“ oder „Codecheck“ machen es leichter, fundierte Entscheidungen zu treffen. Der Schlüssel liegt nicht im völligen Verzicht, sondern in bewusster Auswahl. Am besten schmeckt Fisch dann, wenn man weiß, woher er kommt – und dass er weder Meeresplastik noch schlechtes Gewissen enthält.

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