Glutamat-Unverträglichkeit: Wenn das Essen Bauchschmerzen macht

Viele Menschen lieben die aromatische, herzhafte Note der asiatischen Küche. Doch bei einigen folgt auf den Genuss schnell die Ernüchterung: Übelkeit, Kopfschmerzen oder Magenkrämpfe machen sich breit. Wer regelmäßig nach dem Restaurantbesuch unter solchen Beschwerden leidet, könnte von einer Glutamat-Unverträglichkeit betroffen sein.

Glutamat ist das Salz der Glutaminsäure und dient in der Lebensmittelindustrie sowie in vielen Küchen als geschätzter Geschmacksverstärker. Es verleiht Gerichten den typischen "Umami"-Geschmack. Obwohl der Stoff im menschlichen Körper auch natürlicherweise als Botenstoff vorkommt, reagieren manche Personen empfindlich auf größere Mengen in der Nahrung. Dieses Phänomen ist oft auch unter dem Begriff "China-Restaurant-Syndrom" bekannt, da der Zusatzstoff dort traditionell häufiger eingesetzt wird.

Laut dem Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) sollten Betroffene, die immer wieder nach gewürzten Speisen Symptome zeigen, eine mögliche Unverträglichkeit in Betracht ziehen. Wer den Verdacht hat, Glutamat nicht zu vertragen, muss jedoch nicht komplett auf schmackhaftes Essen verzichten. Ein einfacher Blick auf die Zutatenliste verpackter Lebensmittel – wo der Stoff oft als Mononatriumglutamat oder unter den E-Nummern E620 bis E625 auftaucht – hilft dabei, den Auslöser im Alltag gezielt zu meiden.

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