Kann man plötzlich Glutenunverträglich werden?

Ja, eine Glutenunverträglichkeit kann tatsächlich plötzlich im Laufe des Lebens auftreten – und das in jedem Alter. Viele Menschen denken, dass solche Probleme von Geburt an da sind, doch das stimmt nicht immer. Besonders die Weizen- oder Glutenempfindlichkeit, auch bekannt als nicht-zöliakische Glutenunverträglichkeit, kann schleichend oder sogar überraschend beginnen.

Im Gegensatz zur Zöliakie, bei der eindeutige Blutwerte und Darmveränderungen nachweisbar sind, gibt es bei der Glutenempfindlichkeit keine eindeutigen Biomarker. Das macht die Diagnose schwierig. Ärzte müssen andere Erkrankungen wie Zöliakie oder Weizenallergie zuerst ausschließen, bevor sie von einer Glutenunverträglichkeit ausgehen. Dieser Ausschluss erfolgt meist über eine glutenfreie Ernährung mit anschließendem Wiedereinstieg von Gluten, um die Reaktion des Körpers zu beobachten.

Die Symptome sind oft unspezifisch: Betroffene leiden unter Bauchschmerzen, Blähungen, Müdigkeit oder Konzentrationsproblemen – Beschwerden, die leicht auf andere Ursachen geschoben werden können. Viele merken erst nach Tagen oder Wochen, dass ihre Ernährung dafür verantwortlich sein könnte.

Wichtig ist: Wer vermutet, an einer Glutenunverträglichkeit zu leiden, sollte nicht einfach so auf Gluten verzichten, ohne ärztliche Beratung. Eine vorschnelle Umstellung kann die Diagnose erschweren. Wer jedoch nach Abklärung tatsächlich auf Gluten empfindlich reagiert, kann mit einer angepassten Ernährung seine Lebensqualität deutlich verbessern. Die gute Nachricht: Immer mehr glutenfreie Produkte machen das Leben heute einfacher als früher.

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